Von VMware zu Proxmox wechseln — ohne Ausfallzeit
Nach dem Rückzug von VMware und Broadcoms Umstellung auf teure Abonnements stehen viele IT-Abteilungen vor derselben Frage: Worauf sollen die virtuellen Maschinen künftig laufen? Support legal zu verlängern ist unmöglich, ohne Sicherheitsupdates zu arbeiten riskant — und ein Bestand aus Dutzenden VMs löst sich nicht in Luft auf.
Proxmox VE ist der natürlichste Ersatz. Eine reife, offene Plattform auf KVM-Basis mit denselben Kernfähigkeiten: Cluster aus mehreren Knoten, Hochverfügbarkeit, Live-Migration zwischen Servern, Snapshots und integrierte Backups über den Proxmox Backup Server. Die Weboberfläche deckt den administrativen Alltag ab, für Automatisierung gibt es eine vollständige API.
Der Umzug selbst ist einfacher, als er wirkt. Zuerst bauen wir einen Proxmox-Cluster neben der bestehenden Infrastruktur auf — zwei bis drei freigeräumte oder neue Server genügen meist. Dann ziehen die Maschinen in Wellen um: erst Test- und Nebensysteme, zuletzt die Produktion. ESXi-Disks (VMDK) werden mit Standardwerkzeugen konvertiert; bei kritischen Systemen synchronisieren wir nach — der Großteil der Daten wird vorab kopiert, die Umschaltpause misst sich in Minuten.
Die typischen Stolpersteine sind vorab bekannt. Treiber: Windows-Maschinen brauchen vor dem Umzug VirtIO-Treiber, sonst sehen sie ihre Platten nicht. Netzwerk: VLANs und Adressierung sollten exakt übernommen werden. Backups: Alte Veeam-Jobs müssen ersetzt werden — Proxmox bringt einen sehr fähigen eigenen Mechanismus mit. Und vor allem: Anwendungslizenzen, die an Hardware oder Maschinen-UUIDs hängen — diese Liste gehört vor den Umzug, nicht danach.
Nach unserer Erfahrung dauert die Migration einiger Dutzend VMs zwei bis vier Wochen inklusive Bestandsaufnahme, Testwelle und Monitoring — während die Dienste durchgehend laufen. Planen Sie den Abschied von VMware, schreiben Sie uns über die Kontaktseite: Wir sehen uns Ihre Konfiguration an und erstellen einen Umzugsplan.